Zweifelhafte Entscheidungen der Bundesliga-Schiedsrichter

…begleiteten in den letzten Tagen leider die Spiele der Fußball Bundesliga und des DFB-Pokals. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber eine derartige Anhäufung von sehr zweifelhaften Entscheidungen, die im Eifer des Gefechts von unseren Bundesliga-Schiedsrichtern gefällt werden, habe ich sehr lange nicht mehr erlebt. Normalerweise halte ich mich mit scharfer Kritik an den deutschen Referees vornehm zurück, aber nachdem ich das Auftaktspiel zum 22. Spieltag der Fußball Bundesliga zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Nürnberg heute gesehen hatte, beschloss ich kurzerhand, doch noch ein paar kritische Worte über die eher grenzwertigen Schiri-Leistungen in den vergangenen Tagen loszuwerden.

Kinhöfers fragwürdige Pfeiferei schlägt Kölnern aufs Gemüt

Fangen wir chronologisch mit der „Leistung“ des Schiedsrichters Thorsten Kinhöfer am vergangenen Mittwoch im Pokalfight zwischen dem FC Augsburg und dem 1. FC Köln an. Ich weiß nicht, was in einen geübten Referee fahren muss, um so fehlerhaft zu pfeifen. Aus meiner Sicht waren alle drei Platzverweise völlig überzogen. Und wenn der vermeintlich beste Bundesliga-Schiedsrichter meint, in einem intensiv geführten Pokalspiel eine derart kleinliche Linie zu verfolgen, dann doch bitte so, dass nicht die eine Mannschaft davon in hohem Maße profitiert und die andere dadurch auf eine sehr suspekte Weise benachteiligt wird.

Denn Härte zeigten nicht nur die Kölner in ihren Zweikämpfen, sondern auch die motivierten und in manchen Szenen sogar übermotivierten Kicker des Zweitligisten FC Augsburg. Beispielsweise flog der frühere Kölner Andrew Sinkala in Manier eines Kung Fu begabten Shaolin-Mönches in den Spieler Maniche hinein, dass der aufgrund dieser unfairen Attacke verletzt ausgewechselt werden musste. Wenn man als objektiver Beobachter diese Situation mit der Aktion von Adil Chihi in der 30. Spielminute vergleicht, für die er glatt Rot gesehen hatte, kommt man geradezu unweigerlich zu dem Schluss, dass der Schiri mit seiner Entscheidung, Chihi für sein Vergehen vom Platz zu stellen, daneben lag, und zwar meilenweit daneben.

Dass die Emotionen durch solch eine spielbestimmende Fehlentscheidung ein wenig hochkochen, ist dann auch irgendwie nachvollziehbar. Übergekocht sind diese aber nicht. So fand ich es persönlich nicht gerechtfertigt, Lukas Podolski frühzeitig zum Duschen zu schicken, nur weil dieser den Daumen in Richtung des Bundesliga-Schiedsrichters hob. Auch fand ich den gelb-roten Karton für Petit zu kleinkariert. Eigentlich hätte man Herrn Kinhöfer fragen sollen, ob er in dem Spiel seine Emotionen im Griff gehabt habe, und nicht die Spieler des 1. FC Köln.

Bundesliga-Schiedsrichter Weiner entscheidet fälschlicherweise auf Elfmeter

Pech gehabt haben am Mittwoch auch die Spieler des fränkischen Vereins Greuther Fürth. In der Münchner Allianz-Arena führten die Fürther nach der Halbzeit noch mit 2:1, als der Schiri Weiner dem FC Bayern München regelrecht zu Hilfe eilte. Ein Handspiel habe er im Strafraum der „Kleeblätter“ gesehen, weswegen er unbeirrt auf den Elfmeterpunkt zeigte, und damit – wohl ungewollt – die Wende des Spiels mit in die Wege leitete. Dass kein regelwidriges Handspiel vorlag, brauche ich wohl nicht ausdrücklich zu erwähnen.

Florian Meyer übersieht klares Foulspiel

Auch heute konnten wir wieder Zeuge sein von einer ebenso irrwitzigen wie folgenschweren Fehlentscheidung. Florian Meyer übersah vor dem 2:1-Siegtreffer durch Rob Friend in der 74. Minute ein klares Foulspiel an dem Nürnberger Schlussmann Raphael Schäfer. Dabei war die Behinderung des Tormanns im Fünfmeterraum durch den Gladbacher Spieler Matmour so offensichtlich, dass eigentlich nur Blinde das Foulspiel nicht hätten ahnden können. Ich verstehe die Aufregung der abstiegsgefährdeten Nürnberger durchaus. Es kann einfach nicht sein, dass einige unserer Bundesliga-Schiedsrichter momentan so schlecht pfeifen, dass man davon fast schon Alpträume bekommt. Ich hoffe für die Zukunft, dass sie in nächster Zeit wieder Leistungen abliefern werden, die auch wirklich als solche gelten können!

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